GRUNDREGELN
Gottesdienstvorbereitung - einige Leitsätze
Die Grundfrage am Beginn einer Gottesdienstvorbereitung ist:
· Wer feiert Gottesdienst?
· Was erleben diese Menschen?
· Welche Erfahrungen haben sie gemacht?
· Gibt es gemeinsame Erlebnisse?
· Ist jemand gerade sehr traurig?
Gelingt es, die Erfahrungen derer, die den Gottesdienst feiern, in die Feier einzubeziehen, dann kann der Gottesdienst eine besondere Tiefe bekommen. Teilnehmer/innen erleben den Gottesdienst als ihren Gottesdienst und können Gottes Spuren in ihrem Leben erkennen.
Ein Ziel braucht der Mensch!
Welche Erwartungen hat das Vorbereitungsteam an einen Gottesdienst? Was möchte es mit dem Gottesdienst?
Mut machen für den Anfang eines neuen Abschnittes, einen Abschluss feiern, Freude vertiefen, Trauriges vor Gott zum Ausdruck bringen, .... Das sind mögliche Ziele für einen Gottesdienst.
Wenn Klarheit über das herrscht, was die Vorbereitenden mit dem Gottesdienst wollen, dann kann die Vorbereitung leichter und schneller geschehen. Nach dem Gottesdienst kann besser über die Vorbereitung reflektiert werden.
Wichtig ist auch, dass man in einen Gottesdienst nicht 10 verschiedene Ziele hineinpacken kann, ohne dass er über-frachtet wird.
Wenn uns etwas wirklich nahe geht, brauchen wir nicht sehr viel Abwechslung, sondern es genügt uns nur weniges. Wenn wir das aufnehmen, haben wir mehr als von einer Überfülle von verschiedensten Handlungen, Symbolen, Zeichen.
Das bedeutet für den Gottesdienst, dass es wichtig ist, am Ziel dran zu bleiben und sich bei den Elementen auf die für diesen Gottesdienst wesentlichen zu beschränken.
Familie will beteiligt sein!
Es gibt keine Patentrezepte; bei der Vorbe-reitung ist auf die jeweilige Situation einzugehen.
Arten der Beteiligung:
· Passende Musik
· Erfahrungen der Familien einbringen
· Schriftgespräch
· Evangelium auswerten durch Spielen der biblischen Szene (ev. Pantomime)
· Evangelium auswerten durch Vergleiche finden zu unserem Leben
· Evangelium auswerten durch Übersetzung in die Sprache unserer Zeit
Zeichen und Symbole machen die Gedanken konkret und anschaulich!
Zeichen und Symbole machen den Gottesdienst anschaulich und das Wesentliche in seiner tieferen Bedeutung sichtbar. Das Zeichen bleibt vielen lange im Gedächtnis, deshalb ist wichtig, die Bedeutung des Symbols gut zu bedenken. Es soll das Ziel des Gottesdienstes unterstützen.
Die Gottesdienste sind in allen Kirchen voll von Zeichen und Symbolen. Doch sprechen sie die Gläubigen nicht so an: Viele wehren sich gegen die Passivität, die ihnen in Gottesdiensten aufgezwungen wird. Deshalb ist es wichtig, die Symbole und Zeichen so einzusetzen, dass die Gottesdienstteilnehmer aktiviert werden.
Je konkreter Alltagssituationen angesprochen werden und je anschaulicher geredet wird, um so verständlicher ist es für sie.
Symbole lassen sich für jeden speziellen Gottesdienst entwickeln.
In der Nachbesprechung liegt Motivation für das nächste Mal.
Eine gute Nachbesprechung birgt viele Chancen. Man kann erfahren, wie das war, was gestaltet wurde. Alle Beteiligten können lernen. Die Folgen von Misserfolgen können aufgefangen werden. Aus erfolgreichen Erfahrungen bekommt man Motivation für die nächste Vorbereitung. Wir wissen, dass es oft schwer ist, Zeit für die Nachbesprechung zu haben. Es ist auch nicht immer leicht über einen Gottesdienst zu reden. Aber eine reflektierte Erfahrung ist meistens für die Zukunft sehr nützlich. Deshalb regen wir zur Nachbesprechung an.
ALLGEMEINES
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Ein Jahr im Leben von Familien
„Familien feiern Feste“ begleitet Familien über drei Jahre. Beginn des Projektes ist der Advent 2009.
In den drei Jahren erhalten interessierte Familien insgesamt 18 Hefte mit Anregungen zur Gestaltung der verschiedenen Feste.
WWW.familien-feiern-feste.net
